Liebe Sportlerinnen und Sportler,
liebe Mitstreiter und Helfer,

am vergangenen Sonntag hat in Kassel ein lang angekündigtes Event stattgefunden: Ein Gefängnisausbruch, ein Abenteuerlauf für Kassel. Dabei sollten alle eine Herausforderung und Spaß erleben. Die zahlreichen kritischen Stimmen in den vergangenen Tagen haben deutlich gemacht: dieses Ziel haben wir nicht erreicht!

Wir hatten Großes geplant, hatten eine Idee und wollten diese umsetzen. Nun müssen wir feststellen: Manches hat nicht funktioniert, einiges hätte besser gelöst werden können.

Ich möchte allen versichern, dass es zu keinem Zeitpunkt Ziel war und auch gar nicht möglich gewesen wäre, sich mit der Planung und der Durchführung eines solchen Events zu bereichern. Wenn ich eines auf keinen Fall wollte: Am Ende des Laufes enttäuschte Gesichter zu sehen. Dafür möchte ich mich persönlich entschuldigen. Aus der Massiven Kritik ziehe ich persönlich folgende Konsequenz: Ich trete mit sofortiger Wirkung als Geschäftsführer des Veranstalters zurück. Damit möchte ich mich aber keinesfalls der Verantwortung entziehen. Ich werde daher meine Zeit und Energie dem Event auch in der Nachbereitung zur Verfügung stellen.

Wir werden eine offene und transparente Kommunikation führen. Wir haben einen Newsletter eingerichtet, über den jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer über alles Weitere informiert werden wird. Wir nehmen jede Kritik, jede Beschwerde ernst und werden darauf reagieren. Bitte habt aber Verständnis dafür, dass dies etwas Zeit benötigen wird.

Jetzt – nach dem Event – muss ich feststellen, dass es wohl besser gewesen wäre, schon im Vorfeld offen mögliche Probleme zu kommunizieren. Ich hätte euch alle kurzfristigen Änderungen, die aus unterschiedlichen Gründen notwendig waren, mitteilen sollen. Diese fehlende Kommunikation meinerseits war sicherlich ausschlaggebend für einige der beklagten organisatorischen Missstände.

Hierfür übernehme ich ebenfalls die Verantwortung und möchte hiermit um Entschuldigung bitten.

Auf einige Punkte möchte ich bereits jetzt und hier kurz eingehen:

Die Kleidungsbeutel:
Leider stellte sich heraus, dass das von uns bereitgestellte Personal seiner Aufgabe nicht gewachsen war. Die Mitarbeiter, welche die Beutel ausgeben sollten, waren mit dem Andrang überfordert und haben später per Sichtkontrolle (Abgleich von Schild und Beutelnummer) versucht die Situation unter Kontrolle zu halten. Während des Laufes waren die Beutel die gesamte Zeit bewacht. Ich bin sehr froh, dass wir hier sehr viel Glück hatten und auch der letzte Beutel gefunden werden konnte.

Die Streckenführung:

Organisatorische und witterungsbedingte Umstände haben es nötig gemacht, die Streckenführung kurz vor dem Lauf nochmals komplett zu überarbeiten. Als kleines „Kernteam“ von 4 Personen hat uns dies vor eine sehr große Aufgabe gestellt. Die vorgenommenen Änderungen und auch die Gründe dafür hätte ich transparenter gestalten sollen.

Die Hindernisse:

Diese Änderung der Streckenführung hatte auch zur Folge, dass wir innerhalb von kürzester Zeit die Hindernisse anpassen mussten und einige, die uns persönlich sehr am Herzen lagen, gestrichen werden mussten. Zum Teil waren diese Hindernisse bereits über Monate geplant und sogar auch schon in der Produktion.

Die Verpflegungspunkte:
Es waren natürlich Verpflegungspunkte geplant. Wir hatten auch alle nötigen Vorräte vor Ort. Aber offensichtlich hatte ich den Aufwand unterschätzt und die Mitarbeiter so spät auf die Strecke geschickt, dass die Verpflegung verspätet ankam. Ich bin selber ehemaliger Triathlet. Ich weiß, wie wichtig gut funktionierende Verpflegungspunkte sind. Mir ist bewusst, dass dies so nicht hinnehmbar ist. Auch hierfür möchte ich mich bei allen Sportlerinnen und Sportlern aus tiefstem Herzen entschuldigen.

In diesem Sinne möchte ich mich als Verantwortlicher auch ausdrücklich vor all jene stellen, die dieses Event tatkräftig unterstützt haben. Jede und jeder von Ihnen hat sein Bestes gegeben und sollte nicht in der Schusslinie stehen.

Einige der Mitarbeiter und Helfer, die sich in den vergangenen Wochen Tag und Nacht für dieses Event abgemüht haben, erhielten in den letzten Tagen zum Teil persönliche Emails und Anrufe, wurden dabei beschimpft und bedroht. Ich möchte dazu aufrufen, deren Engagement, Arbeitszeit und Fleiß, trotz aller Kritikpunkte wahrzunehmen und wertzuschätzen und mich an dieser Stelle nochmals öffentlich bei Ihnen bedanken. Bitte habt Verständnis dafür, dass ich meine Mitarbeiter schützen muss und möchte. Es gab massive und auch strafrechtlich relevante Beschimpfungen, Beleidigungen und Bedrohungen einzelner Mitarbeiter. Ich möchte euch bitten, trotz der emotional aufgeheizten Diskussion, meinen Mitarbeitern gegenüber, fair zu bleiben.

Wir wollten für Kassel etwas auf die Beine stellen. Wir sind nach wie vor von der Idee überzeugt. Wenn Ihr der Meinung seid, dass die Idee gut war und ist: Bitte beteiligt Euch mit konstruktiver Kritik! Wir meinen, dass das mehr bringt, als persönliche Beleidigungen oder Bedrohungen.

Wir haben mittlerweile auch Rückmeldungen bekommen, die zwar auch kritisch waren, denen es aber dennoch Spaß gemacht hat. Wir sind dafür, dieses Event zusammen aufzuarbeiten und daraus zu lernen.

Ihr seid die Läufer, Ihr seid die Ausbrecher, Ihr seid die Teilnehmer. Um die Sache besser zu machen, sind wir auf Eure Kritik, Eure Anregungen und Eure Vorschläge angewiesen. Bitte helft uns dabei.

Marcel Sühwold

 

 

 

Wir arbeiten daran all Eure Fragen zu beantworten. Hier die ersten Punkte:


1. Was ist mit der Urkunde und der Medaille?

Es tut uns leid, dass wir es nicht geschafft haben, diese beim Zieleinlauf zu verteilen. Wir werden jedem "Finisher" seine Medaille und seine Urkunde in den kommenden drei Wochen zukommen lassen, wenn Ihr das wünscht. Hierfür haben wir die Adresse medaille@breakoutandrunfree.com eingerichtet; Bitte kurzes Mail mit Namen und Adresse.


2. Was ist mit den 5 Euro für das abgesagte Konzert?

Update (09. September 15:56 Uhr): Die Erstattungen der Konzertkarten wurde soeben angewiesen. All jenen TeilnehmerInnen, die das Konzert dazu gebucht hatten, sollten die 5 EUR in Kürze auf ihrem Konto gutgeschrieben werden.
Bei Rückfragen bitten wir Euch um ein Kommentar oder ein kurzes E-Mail an konzert@breakoutandrunfree.com..

Wichtig: Solltet Ihr Eure Karte nicht über Mika-Timing erworben haben, bitten wir Euch, uns eine kurze Nachricht an konzert@breakoutandrunfree.com mit Eurem Namen und Euren Kontodaten zu schicken. Dann werden wir Euch das Geld sofort erstatten.


3. Was ist mit dem Pfand für den Mika-Timing-Chip?

Ihr habt mit Eurem Startgeld keinen Pfand hinterlegt, sondern die Leihgebühr (6 EUR) für den Chip gezahlt. Wenn Ihr den Chip nicht zurück geben konntet und nicht behalten wollt, schickt uns bitte Euren Namen und Eure Adresse an chip@breakoutandrunfree.com. Wir schicken Euch dann einen frankierten Rückumschlag, mit dem Ihr den Chip einfach zurück senden könnt. Falls Ihr Euren Chip nicht zurück geben wollt, stellt Euch Mika Timing für den Erwerb des Chips 25 EUR in Rechnung.


4. Wie schnell seid ihr gelaufen?

Eure Zeiten findet ihr hier: breakoutandrunfree.r.mikatiming.de/2014/


Wie bereits oben gesagt, werden wir in den kommenden Tage weiter auf alle Kritikpunkte eingehen und Euch bitten, dieses als ernsthaften Dialog zu sehen.

Wir haben auch einen Newsletter eingerichtet, der alle Teilnehmer automatisch über alle Statements und Stellungnahmen informieren wird. Dies ist Teil einer transparenten und offenen Kommunikation, die wir unter den gegebenen Umständen sehr wichtig finden.